Hintergründe zur ecodemocratic-Wahl

Bei der Ecodemocratic-Wahl wählen und bewerten Konsumenten, interessierte und engagierte Personen aus ihrer Sicht die Relevanz von neun kritischen ökologischen Nachhaltigkeitsfeldern. Nach Ende der Wahlphase wird das aus vielen abgegebenen Stimmen ermittelte Ergebnis der Industrie und der Politik weitergeleitet, mit der Frage, wie und bis wann diese kritischen ökologischen Probleme gelöst sein werden. Die Wähler selbst werden bei der Wahl ebenfalls gefragt, wie änderungsbereit sie in ihrem Lebensstil in puncto ökologischer Nachhaltigkeit sind.

Damit ist die Basis geschaffen für einen ausbalancierten konstruktiven Dialog, der die relevanten Verantwortlichen für ökologische Nachhaltigkeit, nämlich Konsument, Industrie und Politik auf Prioritäten und entsprechende Maßnahmen ausrichtet.

Gleichzeitig fließt dieses Priorisierungsergebnis in das Zertifizierungsmodell des QES 9 Standard (Quantification of Ecological Sustainability in 9 fields) von sustain point ein. Mit dem QES 9 Standard werden Unternehmen und Produkte und deren Verbrauch der neun ökologischen Nachhaltigkeitsfelder gemessen.

Eine wissenschaftliche Herleitung dieser Priorisierung ist nicht möglich, da es letztlich wir Menschen sind, die entscheiden, wo wir Umwelt schützen oder verbrauchen wollen. Es ist zwar mit wissenschaftlichen Methoden möglich gewisse Zusammenhänge zwischen Umweltnutzung und Wirkung auf Lebensräume zu erläutern, aber wie schlimm wir etwas finden, ist eine rein individuelle Meinung. Daher eine Wahl – die ecodemocratic Wahl.

Je mehr Stimmen abgeben werden, um so gewichtiger wird der Dialog. Daher sind alle Konsumenten, engagierte und interessierte Personen in Deutschland aufgerufen diese Wahlmöglichkeit zu nutzen und weiterzuleiten, damit ein möglichst breiter Dialog entsteht.